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Miguel Gonzales wird Spieler der Woche

VOM SCHIRI ZUM ABWEHRTURM

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An Miguel Gonzales führt so schnell kein Weg vorbei. Der Spanier in Diensten der SG Hohensachsen ist der Turm in der Schlacht. Bild: Hofmann 

HOHENSACHSEN. Den Last-Minute-Ausgleich der SG Hemsbach am Wochenende im A-Klassen-Fußballspiel gegen die SG Hohensachsen konnte er nicht mehr verhindern, dennoch ist Miguel Gonzales - Innenverteidiger und Turm in der Schlacht bei der SG Hohensachsen - unser "Spieler der Woche".

Nachdem die Hohensachsener bereits zur Pause hochverdient mit 2:0 vorne lagen, stand nach 90 Minuten ein 2:2 und ein ärgerlicher Punktverlust. "Wir haben in der zweiten Halbzeit einfach versäumt, den Sack zuzumachen oder zumindest das Tempo aus der Partie zu nehmen und die Bälle zu halten. Stattdessen kommt Hemsbach nach 65 Minuten noch mit 2:1 ran und wir stehen die letzten 20 Minuten unter Dauerbeschuss", analysiert Miguel Gonzales, der mit einer bärenstarken Leistung im Abwehrzentrum Schlimmeres verhinderte.

"Vor der Saison hatten wir viele Neuzugänge zu integrieren, nur vier oder fünf Spieler aus der Aufstiegsmannschaft sind geblieben. Da dachten wir, es wird schwer, Punkte zu holen. Aber mittlerweile ärgern wir uns eher, dass wir so viele Punkte verschenken weil wir gegen Ende manchmal einbrechen", sagt er.

Mit 37 Jahren ist Miguel Gonzales der Erfahrenste im Team der SG Hohensachsen. Durch seine Zweikampf- und Kopfballstärke, Spielübersicht und der Fähigkeit, Spiel und Gegner zu lesen, hat sich Gonzales zu einem wichtigen Eckpfeiler im Team entwickelt, obwohl der Spanier die Fußballschuhe eigentlich schon an den Nagel gehängt hatte.

"Ich habe damals in Spanien mit fünf Jahren mit dem Fußball angefangen und bis zur A-Jugend gespielt. In meiner Heimatstadt Barcelona ging ich allerdings zu der Zeit auf eine deutsche Schule, wo es auch Samstagsunterricht gab und ich daher nicht zu den Spielen konnte. Daraufhin bin ich Schiedsrichter geworden."

2006 trainierte Gonzales dann hin und wieder in Hohensachsen mit und entschied sich schließlich, lieber wieder selbst zu kicken. Im Hauptberuf ist Miguel Gonzales Maschinenbauingenieur, seine Freizeit verbringt der Spanier allerdings auch am liebsten sportlich: "Meine Frau ist auch sportbegeistert und war früher selbst Handballtorfrau in der Regionalliga. Unser Sohn ist jetzt vier, nächstes Jahr werden wir ihn auch im Fußballverein anmelden."

Obwohl er aus Barcelona stammt, nennt Miguel Gonzales Real Madrid als seinen Lieblingsfußballverein: "Dort spielte Raúl, das war immer einer meiner Lieblingsfußballer. Wegen seiner Disziplin und seiner Ausstrahlung auf dem Feld ist er für mich eine Beispielfigur. Aus dem aktuellen Team finde ich Xabi Alonso am besten."

Und wem drückt der Spanier, der seit zehn Jahren in Deutschland lebt, bei Welt- und Europameisterschaften die Daumen? "Also ich gönne den Deutschen schon, dass sie möglichst weit kommen, aber eigentlich schlägt mein Fußball-Herz eher für Spanien." fu

Artikel vom: 31.10.2012

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