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Hohensachsener "Spieler der Woche" der Weinheimer Nachrichten

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HOHENSACHSEN. Wenn er spielt, dann trifft er auch - David Jesse stand in dieser Saison zwar erst zweimal für die SG Hohensachsen auf dem Platz, erzielte dabei aber drei Treffer. Am Sonntag beim 5:0-Erfolg gegen Srbija Mannheim traf er doppelt und ist damit unser "Spieler der Woche". Grund für Jesses "Teilzeittätigkeit" im Angriff der SG sind sein Studium der Inneren Sicherheit an der Hochschule für Polizei in Kassel und ein weiteres zeitintensives Hobby: "Eigentlich bin ich als Leistungssportler im Amateurbereich im Radsport aktiv und spiele nur im Winter Fußball. Daher kann ich auch nicht so häufig mit den Jungs trainieren. Aber ich bin meinem Trainer und den Mannschaftskameraden total dankbar, dass ich trotzdem, wenn ich am Wochenende mal in Weinheim bin, spielen darf", so Jesse.
 
Der 21-Jährige ist gebürtiger Erlangener und schnürte bereits im Alter von drei Jahren erstmals die Fußballschuhe. In der Jugend schaffte es der schnelle Außen- und Mittelstürmer sogar in die Auswahlmannschaft seines Kreises. "Nach dem Umzug nach Weinheim habe ich dann aber erst einmal mit dem Fußball aufgehört und nur noch Radsport gemacht. Wir sind zeitweise sogar Wettkämpfe auf nationaler Ebene gefahren. Später haben mich Freunde mal mit zum Training nach Hohensachsen genommen und dann habe ich dort vor drei Jahren wieder angefangen, Fußball zu spielen", erzählt Jesse.
 
Anfang dieser Saison, im Zuge des großen Kader-Umbruchs bei der SG Hohensachsen, wechselte auch noch sein Bruder Imanuel zur SG und machte damit das vierte Bruder-Tandem (neben Pawel und Rafal Ziemlicki, Tobias und Michael Kuhn sowie Benjamin und Marvin Engerisser) im Hohensachsener Team komplett: "Ich glaube, das ist schon recht einmalig, dass hier so viele Brüder spielen. Alle verstehen sich aber wirklich super und jeder freut sich mit jedem. Mein Bruder hat sich auch riesig für mich gefreut, als ich am Wochenende getroffen habe", sagt David Jesse. Dieser gute Teamgeist ist auch ein Grund dafür, dass die nach dem Aufstieg runderneuerte Hohensachsener Mannschaft ihr Saisonziel zum Ende der Hinrunde bisher voll erfüllt hat.
 
Anders bei David Jesses Lieblings-Verein, der SpVgg Greuther Fürth: "Fürth-Fan bin ich natürlich wegen meiner Erlangener Herkunft. So einen richtigen Lieblingsspieler habe ich in der Mannschaft aber eigentlich nicht. Da gefallen mit eher die jungen Dortmunder." fu

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