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Das sportliche Großereignis 2018:
Landesturnfest in Weinheim

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Zur Betreuung der Sportler/innen in der Sepp-Herberger-Grundschule werden noch Helfer gesucht.
Wer bei diesem tollen Fest mit dabei sein möchte, findet die Möglichkeit zur Anmeldung und viele weitere Informationen hier ...

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Krimi bringt die bittere Punkteteilung

HSG Bergstraße 2 – HG Saase 2                       21:21 (9:10)

Leere Gesichter, hängende Köpfe, tröstende Arme um die Schultern der Mitspielerinnen. Wer am Sonntagabend kurz vor 20 Uhr zufällig in die Laudenbacher Bergstraßenhalle kam, ohne das vorangegangene Spiel gesehen zu haben, hätte sicherlich an der Richtigkeit des Ergebnisses auf der Hallenuhr gezweifelt. 21:21 in einem intensiven Derby – was zumindest einen gewonnenen Punkt bedeutete, fühlte sich für die HG Saase 2 wie eine krachende Niederlage an.

Denn die Saasemerinnen hatten sich im Vorfeld viel fürs Derby vorgenommen: Mit einem Sieg nämlich wäre zumindest der vorletzte Platz gesichert gewesen, egal wie die verbleibenden Partien von Schlusslicht St. Leon/ Reilingen 3 ausgehen. Eine Einstellung, die von Beginn an sicht- und spürbar war. Saase startete hellwach mit Tempo und Torgefahr im Angriff und einer Abwehr, die jeden Zentimeter des 9-Meter-Raumes leidenschaftlich verteidigte. Ein Übriges zur schnellen 2:0 Führung tat Lisa Voigt im Saasemer Tor, die bereits nach dreieinhalb Minuten einen Siebenmeter pariert hatte und auch sonst gut aufgelegt war, sodass die HSG Bergstraße erst nach über fünf Minuten das erste Tor erzielte. Über 1:3 (7.), 2:5 (13.) und 5:8 (19.) etablierte Saase eine komfortable Führung, die noch weitaus höher hätte ausfallen können, wenn man nicht ganz so häufig Bekanntschaft mit dem gegnerischen Pfosten gemacht hätte. Bergstraße indes fand über den Kampf ins Spiel und konnte schließlich eine Zeitstrafe gegen Saases Top-Torschützin Michi Grunert nutzen, um den Abstand zu verkürzen und mit dem Halbzeitpfiff auf 9:10 heranzukommen.

In der Pause hatten Lisa Stein und Jochen Dörsam wenig zu meckern und appellierten daran, die Konzentration und die Einstellung weiter hochzuhalten. Aber auch HSG-Trainer Jürgen Leib war in der Kabine wohl etwas konstruktives eingefallen, denn die Bergsträßerinnen erwischten nun einen viel besseren Anfang als noch in der ersten Hälfte und glichen erst aus, um anschließend erstmals in der Partie mit 11:10 in Führung zu gehen.  Von langer Dauer sollte diese aber nicht sein, denn Saase spielte sich nun in einen zwischenzeitlichen Rausch: Konsequent pflückten sie die Bergsträßer Abwehr auseinander und fackelten ein offensives Feuerwerk ab, während sie die Gastgeberinnen an ihrer 5:1 Deckung  ablaufen ließen – am Ende eines 6:0 Laufs stand es 12:17 für Saase. Aber Bergstraße gab sich nicht geschlagen und kam nach einer Auszeit wieder stark ins Spiel zurück: Vor allem HSG-Rückraumspielerin Friedrichs entwischte der offensiven Saase-Deckung ein ums andere Mal – während diese wieder von ihrem Pech beim Abschluss eingeholt wurden. Das vielzitierte Momentum wechselte und acht Minuten vor Schluss glich die HSG Bergstraße zum 18:18 aus. Jetzt war so kurz vor Schluss alles wieder offen. Keine Mannschaft schaffte es mehr sich abzusetzen, ein Tor auf der einen wurde auf der anderen Seite postwendend ausgeglichen, ebenso wie sich Ballverluste auf beiden Seiten zu spiegeln schienen. Das Drama gipfelte sich in einer letzten Minute, die wohl alle Zuschauer an den Rand eines Herzinfarktes brachte: Moni Seifert traf 40 Sekunden vor Schluss für Saase zur 21:20 Führung, auf der anderen Hälfte konnte die HSG Bergstraße 10 Sekunden vor Ende wieder ausgleichen. Saase blieb noch ein Angriff, doch dann ertönte der wahrscheinlich schmerzhafteste Pfiff der Saison: Anspiel falsch ausgeführt, Schiedsrichter Empireo ließ wiederholen. Die verbleibenden 2 Sekunden reichten nur noch für einen Saasemer Notwurf, den die HSG-Torhüterin zum 21:21 Endstand festhielt.

Die sportliche Leistung hatte gestimmt, jede Spielerin hatte alles gegeben. Über den gewonnenen Punkt konnte sich auf Saasemer Seite niemand richtig freuen, zu sehr spürten alle den sprichwörtlichen Atem von Verfolger St. Leon/ Reilingen im Nacken. Saase bleiben nun noch zwei Spiele, um diesen Atem in Rückenwind im Abstiegskampf umzuwandeln. sl

Es spielten: Trunk (Tor), Voigt (Tor), von Babka-Sauer (1), Braun, Kling (1), Weber (3), Schlag (5/2), Grunert (8/4), Zeides, Stein, Regenauer, Seifert (3), Florig

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